Möbel-Blog

Möbel sind eine tolle Erfindung. Sie sind funktional, in verschiedenen Preissegmenten erhältlich und mitunter tatsächlich auch schön anzusehen. Insbesondere dann, wenn sie zueinander passen. Dies, so sei erwähnt, ist nicht nur bei den Leuten der Fall, die leider nicht die finanziellen Mittel haben, um eine komplette Einrichtung au einen Schlag zu erwerben, sondern mühsam Stück für Stück zusammen sparen müssen. Daher ist festzustellen, dass die Einrichtung nicht unbedingt schöner anzusehen ist, je höher der Preis einst im Geschäft gewesen ist.

Den wirklichen Horror erlebt ein Mann, dessen Herz allerliebste sich in den Kopf gesetzt hat, dass es an der Zeit sei, das eine oder andere neue Möbel zu beschaffen. Der freie Tag ist mit dieser Botschaft dahin. Da dies meist ein Samstag ist, ist auch die so sehr geliebte Sportschau n unendlich weite Ferne gerückt. Hier trennen sich nun jedoch die unterschiedlichen Schicksale. Während die einen einen waren Marathon durch sämtliche Möbelhäuser der Region zu absolvieren haben, werden andere zu einem ganz bestimmten skandinavischen Anbieter gezerrt.

Die Marathon-Männer können ein wenig aufatmen: Schließlich ist hin und wieder mal eine Pause drin, nämlich auf dem Weg zum nächsten Möbelladen. Es sei jedoch an dieser Stelle erwähnt, dass das vorhandene und nicht selten sehr beschränkte Budget die Dame nicht davon abhält, auch die Abteilung für Designermöbel anzusteuern. Für ihn vergeudete Zeit gepaart mit einem nicht unerheblichen Verluste des Selbstbewusstseins angesichts derer, de sich so etwas tatsächlich leisten zu können scheinen, ist es für die Dame die Neugierde, die sie in diesen Tabu-Bereich des Möbelladens treibt.

Unterdessen hat der Mann, der sich in den Räumen des skandinavischen Möbelanbieter aufzuhalten gezwungen ist, bereits die erste Platzangst-Attacke hinter sich gebracht. Angesichts unermesslich hoher Regale im Lagerbereich kommt auch er sich garnicht mehr so männlich und stark vor. Richtig unheimlich sind jedoch die verwirrenden Gänge und Bereiche, in denen es mehr nach Flohmarkt denn nach Möbelgeschäft aussieht. Dieses Unwohlsein erinnert den einen oder anderen an den Besuch eines mittelalterlichen Kerkers, den er irgendwann einmal in der Grundschule besichtigen durfte.

Möbel kaufen ist eine Strafe, die ein Mann wie ein Mann wie ein Mann ertragen sollte.

Meine Gartenmöbel und meine Mutter – keine gute Kombination

Wer sich zu den glücklichen Personen zählen darf die über einen eigenen Garten verfügen, die müssen auch sehr viel Arbeit investieren. Ist der Garten jedoch schön und gepflegt, ist es ein Ort der Ruhe und Entspannung. Damit dieser Umstand jedoch eintritt, sind Gartenmöbel ein sehr wichtiger und wesentlicher Bestandteil. Ich hege und pflege meinen geliebten regelmäßig und investiere sehr viel Zeit in meinen Garten. Angstzustände bekomme ich jedoch immer, wenn meine Mutter zu Besuch ist. Sie hat ein ganz eigenes Talent, immer irgendwelche Sachen kaputt zu machen und ich dadurch wieder eine neue Arbeit habe. In meinem Garten habe ich mir eine bequeme Sonnenliege aufgestellt, ein Gartenhaus befindet sich in einem netten schattigen Eck, ein Swimmingpool und natürlich ein großer Tisch für gemeinsame lauschige Abende darf nicht fehlen.

Der letzte Besuch meiner Eltern wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Meinen neu gekauften Tisch habe ich aufpoliert, die neue Gartenschaukel für die Kinder montiert und den Kühlschrank im Gartenhaus mit Grillsachen aufgerüstet. Es war ein heißer Tag und meine Mutter wollte sich im Pool ein wenig Abkühlen. Zum Umziehen geht sie zumeist in das Gartenhaus und ich habe mir darüber eigentlich keine weiteren Gedanken gemacht. Nach dem Badespaß haben wir uns noch am Tisch zusammengesetzt und Neuigkeiten ausgetauscht bis uns schön langsam der Hunger quälte. Ich holte den Griller aus dem Gartenhaus und musste feststellen, dass weder der Kühlschrank aufgedreht war, noch die Pumpe für das Schwimmbecken funktionierte. Es war einfach alles abgedreht. Ich musste nicht lange überlegen und hatte bereits eine Verdächtige. Meine Mutter hat das auch alles gar nicht abgestritten sie dachte sich nur, die Geräte seien zu laut und hat alles abgeschaltet. Somit war das Fleisch im Kühlschrank (wir hatten knapp 35 Grad Celsius) schön warm und beinahe durchgegrillt. In meiner schicken Gartenhütte hat es in den Sommermonaten gefühlte 80 Grad. Das Essen war somit hinfällig.

Die Stimmung war dementsprechend getrübt und die Kinder begnügten sich mit einem Eis. Meine Mutter wollte mit meinen Kindern ein wenig Spielen und beanspruchte die neue Schaukel für sich. Was soll ich sagen, keine zwei Minuten später ist die Schaukel gerissen und Oma lag am Boden – was natürlich zur Erheiterung aller beigetragen hat. Bis zum Abendessen gab es keine weiteren Vorfälle und meine Gartenmöbel blieben alle heil. Ich muss auch dazu sagen, dass ich die Sonnenliege selbst aufgestellt habe. Es war noch einer der ruhigeren Tage und ich werde beim nächsten Besuch meiner Eltern eventuell die alten Gartenmöbel aus dem Keller holen.

Sitzecke extem

Wenn man eine neue Polstergarnitur bestellt, sollte man auch auf die Maße schauen. Genau das habe ich beim Kauf meiner neuen Couch gelernt.

„Eine neue Couch muss her“ sagte meine Freundin neulich völlig aus dem Zusammenhang gerissen. „Die alte ist völlig kaputt und durchgesessen“. An diesem Punkt viel es mir zum ersten mal auf. Die alte Couch war sonst immer zum sitzen da und nicht zum anschauen. Doch nun fiel mir auf, dass sie wirklich völlig kaputt war. Auf der Sitzfläche bildete sich schon ein Gebirge.

Also machten wir uns gemeinsam auf ins Möbelhaus. Eine schöne große Couch sollte es sein. Eine auf der man schön faulenzen kann und die nächsten Fernsehabende zusammengekuschelt im liegen genießen kann. Also kauften wir uns eine große Couch, auf der man genau dies tun kann.

Die Lieferung erfolgte gleich am nächsten Tag direkt in die Wohnung. Erst da ist mir aufgefallen, was für ein Monster wir uns gekauft haben. Nur aufbauen sollte ich die Couch selber. Doch wie soll man etwas aufbauen, wenn man keinen PLatz dafür hat. Das gesamte Wohnzimmer stand voll mit Teilen der neuen Couch.

Ich räumte erst einmal einige Teile ins Schlafzimmer und begann aufzubauen. Sie war wirklich leicht aufzubauen und versprach auch genau den Comfort wie im Möbelhaus. Doch erst als ich fertig war, bekam ich eine Vorstellung mit welchem Problem ich nun zu kämpfen hab. Das neue Sofa passt nicht wirklich gut in die Wohung. Es nimmt das halbe Wohnzimmer für sich ein und lässt nur einen schmalen Weg in die Küche übrig.

Mir wurde sofort klar was ich vergessen hatte. Ich habe nicht Ansatzweise daran gedacht, dass das Wohnzimmer ja etwas kleiner ist, als das Möbelhaus. Nun haben wir eine Übergroße Couch. Sehr zur Freude meiner Besucher. Die passen nämlich jetzt alle auf die Couch und keiner muss auf dem Stuhl sitzen.

Das Küchen Massaker

Es ist schon toll eine neue Küche zu bekommen. Besonders toll ist es, wenn man sie umsonst bekommt. Als ein Freund aus seiner alten Wohnung auszog, habe ich genau das bekommen. Eine neue Küche.

Da ich auch erst umgezogen bin, habe ich in meiner eigenen Wohnung noch keine Küche gehabt. So kam dieses Angebot wie gerufen. Ich müsse mich nur darum kümmern, wie ich sie abbau, transportiere und wieder aufbaue. Gesagt getan. Also schnappte ich mir gleich am nächsten Tag einen Freund, von dem ich annham, dass er es kann. Ein anderer stellte seinen kleinen LKW zur Verfügung und half beim verladen.

Das abbauen klappte wunderbar. Außer das das eine oder andere Bauteil der Küche schon etwas kaputt war. Auch der Transport und das herumtragen der Möbel klappte gut. Nach einen Tag war alles so weit fertig, dass die Küche wieder aufgebaut werden kann. Also kam am nächten Tag der Freund vorbei und übernahm die Kontrolle über die Aufbauarbeiten.

Was wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bedachten ist, dass Küchen unterschiedliche Größen haben. Also fing mein Freund an, fleißig aufzubauen. Er werkelte und schraubte, bis ihm plötzlich auffiel, dass ein Schrank keinen Platz mehr hat. Er überlegte sich Konzepte und Lösungen, baute die halbe Küche wieder ab und stellte die Möbel neu zusammen. Nichts wollte gegen das Desaster helfen.

Nach einiger Zeit des grübelns baute er die Küche wieder zusammen. Er ließ den Schrank weg, den ich wohl am wenigsten brauchen würde. Doch auch danach ließ er nicht locker. Er überlegte, wie er den Schrank unabhängig von der Küche im Raum unterbringen soll und machte mir einen aberwitzgen Vorschlag nach dem anderen.

Irgendwann ging mir das ganze auf die Nerven und ich wusste sowieso nicht was ich mit dem ganzen Platz anfangen sollte. Also nahm ich eine Säge, und begann den Schrank zu zersägen. So löste sich das ganze Problem in einzelne Stücke auf.

Wie meine Möbel in neuem Weiß erstrahlten

Schon lange wünschte ich mir, mein Schlafzimmer sei mit diesen hübschen, irgendwie edel wirkenden Möbeln bestückt, wie sie viele meiner Bekannten haben – nur eben ich nicht!
Mein Schrank war aus Birkenholz. Mein Bett war aus Birkenholz. Meine Kommode war aus Birkenholz. Wo ich auch hinsah, alles war birkenfarben. Birke hing mir langsam zum Hals heraus.
Vielleicht geht es Ihnen da ebenso wie mir – alle paar Monate, spätestens nach ein paar Jahren, brauche ich eine Veränderung in meiner Umgebung. Sei es ein neues Bild an der Wand oder neue Kissen.
An diesem einen Samstagmorgen im Sommer wachte ich auf und konnte sie einfach nicht mehr sehen – all die Birkenmöbel.
Weil ich kein Geld für neue Möbel hatte, und meine ja auch noch nicht mülltauglich waren, stöberte ich im Keller, und siehe da, ich hatte noch einen halb vollen Topf Wandfarbe. Weiß, wie hübsch. Kurzerhand griff ich zu Pinsel und Malerfolie und begann, einfach allen Möbeln ein neues Gewand zu malen. So ging es das ganze Wochenende über, und zum krönenden Abschluss bekamen Schrank und Kommode noch schicke neue Griffe, ebenfalls Fundstücke aus dem Keller.

Erst hinterher machte ich mir so meine Gedanken zu dieser Spontan-Aktion. Die weißen Möbel sahen gut aus, keine Frage! So, wie ich es mir immer gewünscht hatte, von kleinen Makeln und Kratzern abgesehen.
Bei genauerem Hinsehen hätte ich aber wohl doch etwas mehr Zeit und Planung investieren sollen. So wäre Malerkrepp zum Abkleben bestimmt nicht verkehrt gewesen, und auch mein Schulpinsel hätte professioneller sein können. Das Auseinanderbauen von Möbeln vorm Umstreichen macht durchaus Sinn. Auch wenn es durch all die Kleinigkeiten länger dauert – Ihr Fußboden, Ihre Nerven, und vorallem das Ergebnis wird es Ihnen danken.

Probieren SIe es ruhig aus… aber bitte, verwenden Sie Möbel- anstatt Wandfarbe!

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